Implantologie

Die zahnärztliche Implantologie ermöglicht den Ersatz von verloren gegangenen Zähnen durch eine sogenannte künstliche Zahnwurzel.

Über Implantate lassen sich Kronen, Brücken oder Prothesen verankern.

Das Implantat übernimmt dabei die Funktion einer Zahnwurzel und leitet die Kaukraft an den Kieferknochen weiter. Der Kieferknochen bildet sich durch diese natürliche Belastung nicht zurück.

Implantate bestehen aus Reintitan oder Zirkonoxid (Keramik). Der Körper nimmt Titan wie körpereigenes Gewebe an. Allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Implantate aus Zirkonoxid zeigen in wissenschaftlichen Untersuchungen zunehmend verlässliche Daten, die denen der Titanimplantate entsprechen.

Nach ausführlicher Diagnostik und Planung wird das Implantat ambulant unter örtlicher Betäubung, Sedierung oder auf Wunsch auch unter Narkose in einem operativen Eingriff in den Kieferknochen gesetzt. Während einer individuell festzulegenden Einheilzeit – in der Regel 8 Wochen bis 6 Monate – verwächst der Knochen fest mit dem Implantat. In dieser Zeit erhalten Patienten bei Bedarf einen provisorischen Zahnersatz. Nach der Einheilzeit schließt sich die prothetische Versorgung an.

Implantate ermöglichen die Wiederherstellung der natürlichen Kauverhältnisse und verhindern den Knochenverlust. Wie viele Implantate bei einem Patienten verwendet werden, hängt von der Knochenqualität, der Anzahl der fehlenden Zähne und der gewählten prothetischen Lösungsvariante ab.

Der dauerhafte Erfolg einer Implantatlösung hängt entscheidend von einer guten Mundhygiene ab. Regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigung sind für den langfristigen Erfolg der Behandlung Voraussetzung.

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Einzelzahnverlust

Das Implantat ersetzt den verlorenen Zahn, übernimmt die Funktion der Zahnwurzel und leitet die Kaukraft an den Kieferknochen weiter. Nachbarzähne müssen dadurch nicht beschliffen werden und die Zahnsubstanz wird geschont.

Ein ästhetisch ansprechendes Behandlungsergebnis ist hier besonders wichtig. Das Implantat, die Krone und das Weichgewebe sollen dabei eine harmonische Einheit bilden.

Teilbezahnung

Bei Verlust mehrerer Zähne gelangen die Kaukräfte nicht mehr ausgewogen in den Knochen. Knochenabbau durch fehlende oder falsche Belastung sowie die Kippung und Verlängerung von Zähnen können die Folge sein. Die entstandenen Lücken sollten aus kaufunktioneller und ästhetischer Sicht wieder geschlossen werden. Die Anzahl der Implantate hängt von der Knochenqualität, der Anzahl der fehlenden Zähne und der gewählten prothetischen Lösungsvariante ab.

Zahnloser Kiefer

Auch bei totalem Zahnverlust ermöglichen Implantate eine ästhetische und festsitzende Versorgung. Mit Blick auf Tragekomfort und Lebensqualität ist eine implantatverankerte Versorgung die Therapie der ersten Wahl. Herausnehmbare implantatgetragene Prothesen sind lagestabil verankert.

Fest eingegliederte Zahnreihen sind die ästhetisch anspruchsvollere Lösung und in Abhängigkeit von den anatomischen Verhältnissen durchführbar. Diese Behandlungsvariante zeichnet hoher Tragekomfort und natürlichere Optik aus.
Patienten bleiben bei beiden Varianten die Nachteile einer herkömmlichen Prothese wie z.B. Druckstellen, Verrutschen und Schmerzen beim Kauen und vorzeitige Knochenatrophie erspart.

Knochenaufbau

Gehen Zähne verloren, baut der Körper den nicht mehr belasteten Knochenanteil ab. Für eine Implantation ist ein ausreichendes Knochenvolumen notwendig. Auch Patienten, die nach langer Zahnlosigkeit Knochen verloren haben, kann geholfen werden. Ein Knochendefizit kann durch einen zusätzlichen Eingriff ausgeglichen werden.

Kleinere Knochendefizite können im Rahmen der Implantation mit körpereigenen Knochenspänen, die meist im Operationsgebiet entnommen werden können, in Kombination mit Kno­chen­er­satzmate­ria­len aufgefüllt werden. Das Ope­rati­ons­gebiet wird dann ggf. mit einer Membran geschützt.

Im Oberkieferseitenzahngebiet besteht aufgrund der engen Beziehung zur Kieferhöhle häufig ein Defizit der Knochenhöhe. In diesem Fall muss in Abhängigkeit von der noch bestehenden Knochenhöhe eine Sinusliftope­rati­on mit lokaler Kno­chen­augmentati­on mit gleichzeitiger Setzung des Implantates oder auch als eigenständiger Eingriff vor einer Implantation durchgeführt werden. Dabei kann der Knochenaufbau mit Kno­chen­er­satzmate­ria­len in Kombination mit Eigenknochen durchgeführt werden.

Zu schmale Kieferkämme oder atrophierte Kieferbereiche können durch im Kieferwinkel oder Kinnbereich entnommene Knochenblöcke aufgebaut werden. Der gewonnene Knochen wird mit speziellen Schrauben fixiert und muss in der Regel 4-5 Monate einheilen. Erst danach werden die Implantate gesetzt.

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